Dieser #twitback wird mir wohl in ewiger Erinnerung bleiben. Vor dem Backen bin ich noch eine kurze Runde joggen gegangen. Diese endete nach einen Zusammenstoß mit einem Radfahrer in der Notaufnahme. Als ich diese nach einigen Stunden wieder verließ, stand folgendes fest: die linke Hand war zum Glück nicht gebrochen, aber gründlich geprellt und somit auch ziemlich unbrauchbar und bis zum Abendessen würde das Brot nicht mehr fertig werden. Also wurde es eine der wenigen Gelegenheiten bei denen wir auf den Pizzalieferdienst zurückgriffen.

Aber gebacken habe ich das Brot natürlich trotzdem – und bei der Gelegenheit festgestellt, dass man auch einhändig Brot backen kann. Es ist zwar etwas schwieriger, aber es geht! Und da es ein #twitback war, war ich nicht die einzige, sondern habe das Brot parallel zu feinschmeckerle und Ylva von Klang von Zuckerwatte gebacken.

Allerdings habe ich es mir an einigen Stellen etwas leichter gemacht bzw. das Rezept nicht richtig gelesen. Ich habe das Brot als normalen Laib gebacken und es im Gärkörbchen gehen lassen. Das es mit Schluss nach oben hätte gebacken werden sollen, habe ich überlesen. Also habe ich es eingeschnitten.

Das Brot erfordert am Backtag einiges an (Warte-)Zeit. Aber das lohnt sich! Die Kruste ist knusprig, die Krume ist saftig und elastisch. Es wird nicht schnell trocken, sondern schmeckt auch an den Folgetagen noch sehr gut. Da auch die Kinder es anstandlos gegessen haben, wird es auf jeden Fall wieder gebacken. Dann aber hoffentlich ohne Joggin-Unfall ;).

PainCampaillou

Bei nächsten Mal werde ich allerdings die Backtemperatur etwas senken. Die Kruste ist mir gerade unten auf dem Backstein zu dunkel geraten und deshalb leider etwas bitter geworden. Diese Beobachtung teilten meine beiden Mitstreiterinnen auch.

 

Pain Campaillou nach Plötzblog
 
Autor:
Zutaten
Sauerteig
  • 100 g Roggenmehl 1150
  • 100 g Wasser (40°C)
  • 20 g Anstellgut
  • 2 g Salz
Vorteig (Poolish)
  • 120 g Weizenmehl 1050
  • 120 g Wasser
  • 0,1 g Frischhefe
Hauptteig
  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 200 g Weizenmehl 550
  • 80 g Roggenmehl 1150
  • 135 g Wasser
  • 9 g Salz
  • 12 g Schweineschmalz
  • 20 g Gerstenmalzextrakt (Anja: 20 g Weizenmalz)
Zubereitung
  1. Die Zutaten von Sauerteig und Vorteil jeweils mit dem Löffel verrühren und 20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.
  2. Für den Hauptteig alle Zutaten 5 Minuten auf Stufe 1 und 8 Minuten auf Stufe 2 zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Den Teig 1 Stunde ruhen lassen, dabei nach 30 Minuten einmal falten.
  4. Lutz: Kräftig rund und lang aufarbeiten. Den gut bemehlten Teigling mit der Teigkarte halbieren und in Leinen mit Schluss nach oben legen (auf Abstützung achten).
  5. Anja: Käftig rund und lang wirken und in ein bemehltes Gärkörbchen legen.
  6. Bei 24 Grad (Anja: auf der handwarmen Heizung) 2,5 Stunden gehen lassen.
  7. Mit Schluss nach oben (Anja: eingeschnitten) bei 250° C mit Dampf fallend auf 220° C 30 Minuten (Anja: 40 Minuten, weil größerer Laib) backen.

 

1 Kommentar

  1. Ohje, Du hast Dir sogar die Hand geprellt? Das hatte ich ja gar nicht mitbekommen! Ich hoffe, inzwischen tut es nichtmehr allzu dolle weh und heilt auch rasch ab.
    Das Brot wird auch bei uns sicher wieder gebacken… einfach so lecker, trotz etwas dunkler Kruste *hihi
    Ganz liebe Grüße,
    Ylva

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